Der beliebte Kalender des Heimatvereins Lockwitz für 2027 ist erschienen. Thema ist diesmal ein Streifzug durch das verschwundene und fast vergessene Lockwitz. Ab sofort ist er in Lockwitz oder per Versand erhältlich.
Lockwitz hat sich in den letzten Jahrhunderten ständig verändert. Häuser wurden gebaut und wieder abgerissen. Denkmäler wurden gesetzt und verschwanden wieder. Jürgen Zeibig, Vereinsmitglied des Heimatverein Lockwitz hat sich auf die Spuren dieser Sehenswürdigkeiten und historischer Bausubstanz gemacht und daraus den aktuellen Kalender 2027 erstellt.
Den Titel ziert das alte Pfarrhaus. Es wurde 1757 nach dem Brand, der auch das vorherige Pfarrhaus und alle darin befindlichen Kirchenbücher vernichtete, an diesem Ort neu errichtet. Es war noch ein richtiger Pfarrhof mit Landwirtschaft. Curt Birkigt schreibt in seiner Lockwitzer Häuserchronik dazu: „Es bestand aus einem großen Wohnhause, dessen Giebel nach der Brücke gerichtet war, einem rechtwinklig dazu etwa an der Stelle des heutigen Pfarrhauses gelegenen, freistehenden, scheunenähnlichen Seitengebäude und einem an der Tögelstraße gelegenen Schuppengebäude. Der von den Gebäuden eingeschlossene Hof war von einer Mauer mit einem breiten Einfahrtstor und danebenliegender Pforte umgeben. Vor dem Wohnhause nach der Brücke zu standen im umzäunten Vorgarten die heute noch vorhandenen hohen Linden. Nach dem Bach zu führte aus dem Garten eine Tür, durch die man über den Fußweg hinweg auf einer hölzernen Brücke auf die zwischen dem Bach und dem tiefen Flutgraben befindliche Insel gelangen konnte.“

Dank Künstlicher Intelligenz erstrahlt das ursprünglich sepiafarbene Bild nun im Kalender in Farbe und zeigt die heute noch prächtigen Linden. Das Pfarrhaus wurde 1903 zugunsten des Neubaus des heutigen Pfarrhauses abgerissen. Finanziell unterstützt wurde der Neubau von Max Rüger, dem letzten Fabrikbesitzer der berühmten Schokoladenfabrik Otto Rüger im Lockwitztal und in Bodenbach in Böhmen. Der erste Pfarrer, der dort wohnte, war Walter Ludwig Zenker. Auch der Flutgraben ist Geschichte und schlängelt sich heute als Weg Richtung Am Galgenberg.
Spannende Denkmalgeschichten
Der Kalender enthält wieder viele historische Aufnahmen. Zum Beispiel von der Brücke an der „Scharfen Ecke” oder einer Flugzeugnotlandung im Jahr 1916 am Krähenhügel. Ebenfalls abgebildet ist das ehemalige Bismarck-Denkmal, das in den 1940er Jahren verschwand und dessen Verbleib immer noch unklar ist. Und wußten Sie, dass es in Lockwitz mal einen Wasserfall gab?
Kalender kaufen und online bestellen
Der Heimatkalender des Heimatvereins Lockwitz e.V. zeigt viele aktuelle und historische Bilder im Vergleich. Jürgen Zeibig gestaltete den Kalender wieder ehrenamtlich, unterstützt von weiteren Mitgliedern des Heimatvereins. Den Druck und Satz übernahm die Druckerei Hille. Ein wunderbares Geschenk für alle heutigen und früheren Lockwitzerinnen und Lockwitzer.
Der Kalender ist für 15 Euro in der Bäckerei Gehre in Lockwitz zu den Öffnungszeiten zu erwerben. Zuzüglich der Versandkosten kann er auch online bestellt werden. Füllen Sie dafür einfach das Kontaktformular aus und geben Sie Ihre Postadresse für den Versand und die Anzahl der Exemplare an. Mitglieder des Heimatvereins erhalten ein Exemplar des Kalenders zum Selbstkostenpreis von 12 Euro. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Arbeit des Heimatvereins und helfen dabei, die Geschichte von Lockwitz und Umgebung zu bewahren und weiterzugeben.

