Hans Heinrich Kleindienst ist vielen Lockwitzerinnen und Lockwitzern als Schuldirektor der 79. POS in guter Erinnerung. Am 24. Februar 2024 ist er im Alter von 83 Jahren in Dresden gestorben. Ein Nachruf.
Als Lehrer trat Hans Heinrich Kleindienst im September 1967 seinen Dienst als Lehrer in der damaligen 79. POS in Dresden-Lockwitz an. Er galt als beliebt und fair gegenüber den Schülern. Er war sich auch für manchen Scherz nie zu schade. Viele Klassen lernten ihn so kennen. In seine Zeit an der Schule fiel der Sportplatzbau 1975 und 1981 die Namensgebung der 79. POS nach dem „Aktivsten der ersten Stunde“ Karl Winter. 1982 wurde der Anbau mit Speisesaal und sechs neuen Klassenzimmern fertiggestellt.

Schuldirektor Hans Heinrich Kleindienst
Kurz nach der politischen Wende übernahm Kleindienst die Verantwortung als Schuldirektor und führte die Schule bis in das Jahr 2005.
Ein Jahr später feierte er noch das Jubiläum zur 100-jährigen Schulhausgründung mit. Das Schulhaus war 1906 an der Urnenstraße 22 neu errichtet worden. 2008 musste die Lockwitzer Schule allerdings wegen zu geringer Schülerzahlen schließen. Es gab viele Initiativen, die Schule wiederzubeleben. Schlussendlich gelang es dem Berufsbildungswerk Sachsen im September 2017, die Lockwitzer Schule als SRH Oberschule zu eröffnen. Dies auch zur großen Freude von Hans Heinrich Kleindienst, der zur Eröffnung eingeladen war und sich gegenüber der Prohliser Stadtteilzeitung erinnerte: „Auf den Tag genau vor 50 Jahren habe ich hier als Lehrer begonnen.“

Heute findet sich im Lockwitzer Schulgebäude auch ein berufliches Gymnasium, das jüngst seine staatliche Anerkennung erhielt. Noch im letzten Jahr war Hans Heinrich Kleindienst bei der Veranstaltung zum 400-jährigen Jubiläum der Schule in Lockwitz anwesend. Diesen Nachmittag, den die SRH Oberschule und der Heimatvereins Lockwitz e.V. organisiert hatten, ließ er sich trotz gesundheitlicher Schwierigkeiten nicht entgehen und brachte sich mit Erinnerungen in die Diskussion ein. Nun ist er am 24. Februar 2024 in Dresden verstorben.

Dem Heimatverein Lockwitz e.V. hatte Schuldirektor Kleindienst bereits zu Lebzeiten Dokumente und Fotos zum Schulleben übergeben, die wir in seinem Namen in Ehren halten. Wir danken ihm für sein jahrelanges Engagement für die Lockwitzer Schule und wünschen seiner Frau Edeltraud und der Familie alles Gute in dieser schwierigen Zeit.
Was haben Sie mit Herrn Kleindienst als Lehrer und Schuldirektor erlebt? Schreiben Sie uns doch gern hier oder per E-Mail Ihre Erinnerungen.
Fotos: Nachlass Kleindienst, Manuela Gehre


So ein wunderbar heiterer Mensch! Ich grüße ihn herzlich auf dem Regen bogen. Er hat viele Menschen froh gemacht
Wenn alle Lehrer so, wie ein guter Freund wären, dann könnten die Schulen, wie ein zu Hause vorkommen. Herr Kleindienst war so ein Mensch. Er war streng aber herzlich. Zu mir war er einmal so verständnisvoll , dass ichs als Schüler damals, es kaum glaubte. Er gab mir, als es mir nicht so gut ging und ich ein leeres Blatt abgab, weil ich die Aufgabe nicht erfüllen konnte, eine 2. Chance. Ich empfand das Gespräch mit ihm über das leere Blatt, wie ein freundschaftliches, fast väterliches Gespräch und durfte die Aufgabe noch einmal abgeben. Herr Kleindienst, auch ich wünsche einen guten Rutsch auf dem Regenbogen und ein offenes Tor zu der Welt dahinter.
Ich war seit 1965 mit der 79. Oberschule verbunden. Erst durfte ich den blutjungen Lehrer Kleindienst erleben, später, 1982 kehrte ich als Lehrerin zurück und Hans war mein Kollege, später mein Chef. Uns verbinden also viele gemeinsame Jahre mit schönen Momenten.
Möge er in Frieden ruhen und stets uns an die 79. erinnern.
Ulrike Winkler
1993 bin ich in der 5c bei Frau Lehmann in die 79, Mittelschule sozusagen eingetreten. Ein unvergesslicher Tag aus Freude, Neugier und Angst, was da auf einen zukommt. Herr Kleindienst hat damals mit allen neuen Schülern auf dem Hof gestanden und nach und nach wurden die Kinder den Klassen zugeteilt. Ich hatte das Gefühl, er hatte immer alles im Blick. Bis 1999, also bis zum Realschulabschluss war die Zeit in der Schule eine bunte, magische, lernreiche und manchmal aus nervige Periode in meinem Leben. So ist das Leben als Schüler. in all den Jahren war Herr Kleindienst immer sichtbar und das auch als Lehrer, wenn auch nur selten als Vertretung. Seine 2. Hand Herr Macht hat einfach toll dazu gepasst und die Schule war durch ihn ein Haus voller spielender und lachender Kinder, etwas das heute nicht mehr so selbstverständlich ist.
Ich erinnere mich gern an die Zeit, auch wenn das Gebäude in den 1990er Jahren einen echten Umbruch miterlebt hat und aus alten Zeiten noch viele Baustellen sichtbar waren. Der Fußboden in der Turnhalle sei da erwähnt.
Letztendlich muss ich sagen, dass mir die Zeit fehlt und so wird es auch mit Herr Kleindienst sein. Ich wüsste gern was aus den Lehrern meiner Schulzeit geworden ist und ob Frau Lehmann und Frau Schwulst noch in der Nähe wohnen.
Alles Gute für die neue Schule und die schönen Erinnerungen an die „alten“ Zeiten.
1990 wurde ich an der 79. Mittelschule in Lockwitz eingeschult. Meine erste Klassenlehrerin, Frau Wachter, ist mir bis heute in sehr guter Erinnerung geblieben. Es war eine schöne und unbeschwerte Zeit, an die ich immer wieder gerne zurückdenke. Auch Herr Kleindienst war für mich ein außergewöhnlicher Lehrer – stets freundlich, respektvoll, hilfsbereit und höflich. In all den Jahren habe ich ihn nie schlecht gelaunt erlebt.
1999 verließ ich schließlich die Schule. In meiner Abschlussklasse waren Frau Otto und Frau Thonwarth unsere Klassenlehrerinnen. Mit einer Klasse, die ausschließlich aus Jungs bestand, hatten sie es sicherlich nicht immer leicht. Dennoch haben sie diese Herausforderung mit viel Geduld und Engagement gemeistert. Auch diese Zeit wird für mich immer unvergessen bleiben.
Ebenso erinnere ich mich gerne an die Abschlussfahrt zum Zelten mit Herrn Löser, den Musikunterricht bei Frau Jahn, den Biologieunterricht mit Frau Schneider sowie den Werkunterricht bei Herrn Birnstein, Frau Lehmann, Frau Schwulst und vielen weiteren Lehrern, die unsere Schulzeit geprägt haben.
Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, was aus den ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern geworden ist, und den einen oder anderen vielleicht noch einmal wiederzusehen. Meine Eltern wohnen noch immer in Lockwitz, ich selbst lebe inzwischen in Hennigsdorf bei Berlin. Meine Mutter trifft gelegentlich noch Frau Otto, worüber ich mich jedes Mal freue.
Wann immer ich in Lockwitz bin, führt mich mein Weg mindestens einmal an der Schule vorbei. Ich bleibe dann oft davor stehen und lasse die vielen Erinnerungen wieder aufleben. Von außen hat sich einiges kaum verändert, auch wenn inzwischen ein Neubau entstanden ist und der alte Sportplatz dafür weichen musste.
Leider hat es bisher noch nicht geklappt, am Tag der offenen Tür der SRH Oberschule in Lockwitz dabei zu sein und die Schule noch einmal von innen zu besichtigen. Das steht aber ganz oben auf meiner Liste – und ich bin sicher, dass ich es eines Tages schaffen werde.
Herrn Kleindienst wünsche ich für seinen letzten Weg Frieden und Licht. Möge er in Ruhe ruhen. Sein Andenken wird vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern in guter Erinnerung bleiben.
Sollten ehemalige Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrer diesen Beitrag lesen, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr euch bei mir meldet.
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und bei Instagram: „Steffen.Wandert“
Da hier leider keine Bilder direkt angehängt werden können, füge ich im Anschluss einige Links mit Fotos aus meiner Schulzeit bzw. von mir ein.
https://ibb.co/vfNP4HS
https://ibb.co/F9bmMWk
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